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Medibino Lagerungsring Gründerin im Interview

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#FCEBA1

Medibino Lagerungsring Gründerin im Interview

Dr. Dr. Susanne Kluba ist Mund- Kiefer- und Gesichtschirurgin an der Uniklinik in Tübingen. Dort etablierte sie vor über zehn Jahren die Helmsprechstunde. Zusammen mit Nicole Klingen hat sie 2015 die Kluba Medical GmbH gegründet, ein Startup, das Produkte rund um die Babygesundheit und -sicherheit herstellt. Fokusprodukt ist der „Medibino“, ein Lagerungsring gegen Kopfverformungen für Babys ab der Geburt.

Frau Dr. Dr. Kluba, wie lassen sich Kopfverformungen bei Säuglingen von Anfang an vermeiden?

Meine Empfehlung ist immer: Vorbeugen ist besser als therapieren! Man kann Verformung aufgrund der vielen Einflussfaktoren nie komplett ausschließen, aber man kann viel tun, damit weniger Verformungen entstehen bzw. auch der Schweregrad von Verformungen gelindert wird.

Das Risiko für die Entstehung von Kopfverformungen lässt sich senken, indem Eltern konsequent die Mobilität des Kopfes und die motorische Entwicklung ihrer Kinder fördern. Es gibt viele Maßnahmen, die dies von Geburt an unterstützen. Eine davon ist z.B. das Tragen des Neugeborenen im Tragetuch. Damit erfolgt eine Druckentlastung am empfindlichen Babykopf und gleichzeitig wird die Bindung gestärkt. Gerade am Anfang brauchen die Kleinen ganz viel Körpernähe und -wärme. Ganz nah bei Mama oder Papa mit dem pulsierenden Herzschlag am Ohr fühlen sie sich am Sichersten.
Außerdem sollten Babys in Wachphasen durchaus unter Beobachtung auf den Bauch gelegt werden. So lernen die Kleinen in den ersten Monaten ihren Kopf zu heben und damit die Muskulatur zu stärken. Dabei ist es hilfreich, neue Reize zu setzen, zum Beispiel mit Spielzeugen wie Rasseln. Damit trainiert das Kind seinen Kopf von der einen Seite zur anderen zu drehen. Beobachten Eltern, dass ihr Kind eine Lieblingsseite entwickelt, auf die der Kopf immer wieder fällt, hilft es, das Bett umzustellen oder das Kuscheltier auf die andere Seite zu legen, um die Aufmerksamkeit umzulenken. Auch beim Stillen oder Geben des Fläschchens ist es ratsam, dies abwechselnd von unterschiedlichen Seiten zu tun.

Dennoch sind die ersten Lebenswochen natürlich durch sehr lange Schlaf- und Ruhephasen gekennzeichnet und die Mobilität steigert sich erst nach und nach. Für diese Phasen ist die von Ärzten empfohlene Rückenlage extrem wichtig. Damit konnte nämlich nachweislich das Risiko des plötzlichen Kindstodes gesenkt werden. Als Nebeneffekt der vielen Stunden in Rückenlage existiert aber ein höheres Risiko für Schädelverformungen. Deshalb ist eine Druckentlastung am Babykopf wichtig, um der Entstehung von Verformungen entgegen zu wirken. Das ist zum Beispiel mit unserem mitwachsenden Lagerungsring Medibino bereits ab der Geburt gut möglich.

Gibt es Babys, die stärker betroffen sind als andere?

Ja, die gibt es, obwohl im Prinzip jedes Baby eine Schädelverformung entwickeln kann, da gerade zu Beginn der Schädelknochen noch sehr weich und anfällig für Verformungen ist. 



Die Risikofaktoren für eine Verformung sind sehr vielschichtig und können vor, unter oder nach der Geburt ihren Ursprung haben. Kinder, die sich z.B. bereits früh in der Beckenendlage befinden oder auch Zwillinge/ Mehrlinge haben bereits vor der Geburt sehr beengte Platzverhältnisse und möglicherweise leicht verformte Köpfchen. Auch bei schwierigen bzw. langen Geburtsvorgängen wie z.B. bei Zangen- und Saugglockengeburten ist die Gefahr erhöht. Auch Frühchen sind besonders gefährdet, da bei ihnen die Köpfchen noch weicher und anfälliger sind. Ebenso spielen Blockaden, muskuläre Probleme oder allgemeine Entwicklungsverzögerungen eine Rolle. Ist z.B. der Halsmuskel einseitig verkürzt, ist zwangsläufig die freie Beweglichkeit des Köpfchens limitiert. Hier ist das frühzeitige Erkennen und Behandeln der Probleme durch Physio- und/oder Osteopathie wichtig.

Aber auch andere Kinder ohne diese speziellen Risikofaktoren haben in den ersten Wochen eine weiche Schädeldecke, die sich durch den Druck in der empfohlenen Rückenlage verformen kann. Und genau da möchte ich ansetzen.

Was ist bei der Lagerung von Säuglingen besonders zu beachten?

Gerade in der ersten Zeit nach der Geburt schlafen die Kleinen bis zu 20 Stunden am Tag. Wenn sie nicht gerade im Tragetuch ihr Nickerchen halten, sollten sie in der empfohlenen Rückenlage liegen. Dadurch reduziert sich die Gefahr des plötzlichen Kindstods. Um aber lagebedingte Schädelverformungen als häufige „Nebenwirkung“ der Rückenlage möglichst zu vermeiden, sollte der Druck auf den Hinterkopf minimiert werden.

Deswegen können Eltern im Bettchen, auf dem Wickeltisch, im Kinderwagen oder Autositz Lagerungshilfen wie z.B. unseren Medibino nutzen. Und natürlich von Anfang an darauf achten, ob das Baby eine Lieblingsseite entwickelt oder andere Risikofaktoren vorliegen. Falls ja, sollte entsprechend behandelt bzw. entgegengewirkt werden.


Welche Folgen können Schädelverformungen haben?

Zunächst kann ich beruhigen. Es sind keine lebensbedrohlichen Langzeitfolgen zu befürchten. In den ersten Monaten ist die Gefahr der so genannten Plagiozephalie, eines Schiefschädels am größten, aber im weiteren Verlauf verwächst sich auch viel. Dennoch können bei schwerer Ausprägung bleibende Verformungen aber auch Langzeitfolgen wie z.B. Kieferfehlstellungen nach derzeitiger wissenschaftlicher Datenlage nicht sicher ausgeschlossen werden. Deshalb ist es meiner Meinung nach eben nicht nur ein kosmetisches Problem wie häufig formuliert. Ich finde, man sollte nicht unnötig Ängste schüren, aber das Thema auch nicht negieren, gerade weil es ja auch gute Möglichkeiten der Risikominimierung gibt. Fakt ist, dass Verformungen häufig auftreten und die betroffenen Eltern verunsichert. Deswegen ist es mir wichtig, alle Eltern frühzeitig zu sensibilisieren, zu informieren und Schädelverformungen bei Babys bestmöglich vorzubeugen.

Wie sind Sie auf die Idee des Medibino gekommen?

Die Idee, einen Babykopfschutz für Säuglinge ab der Geburt zu entwickeln, ist bereits vor über einigen Jahren entstanden – einerseits durch meine OP-Erfahrung, andererseits durch meine Arbeit mit betroffenen Familien während der Helmsprechstunden. Häufig war bei meinen kleinen Patienten die Verformung schon sehr ausgeprägt, das Kind quasi schon „ in den Brunnen gefallen“. Mein Wunsch war deshalb ein unkompliziertes, kleines Hilfsmittel, das früher und bereits ab Geburt ansetzt, somit vorbeugt und die Gefahr für schwere, behandlungsbedürftige Verformungen senkt.

Durch ein anderes Medizintechnik-Projekt kam ich damals mit meiner heutigen Geschäftspartnerin Nicole Klingen zusammen. Sie ist Betriebswirtin und seit Jahren im Life-Sciences-Bereich tätig. 2015 haben wir dann Nägeln mit Köpfen gemacht und die Kluba Medical GmbH gegründet. Den Medibino haben wir 2018 marktreif gemacht. Es handelt sich dabei um ein zertifiziertes Medizinprodukt, das sowohl zuhause als auch im Klinikbereich eingesetzt werden kann.

Am effektivsten ist der Einsatz in den ersten Lebenswochen wenn das Kind noch sehr immobil ist. Der Medibino beugt Schädelverformungen vor und kann helfen, leichte Verformungen ausgleichen. Das Besondere an unserem Medibino ist, dass er sich durch den Klettverschluss jeder Babykopfgröße anpasst. Der Kern besteht aus formstabilem Schaumstoff und schmiegt sich dadurch besonders gut am Kopf an. Außerdem ist er besonders klein und handlich und dadurch perfekt für unterwegs im Kinderwagen geeignet.

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